Southamptons Spionageskandal: Wichtige Erkenntnisse
Der Trainer von Southampton, Tonda Eckert, hat die Verantwortung für ein “konstruiertes, entschlossenes und bedauerliches” Spionageschema übernommen, das zur Ausschluss der Mannschaft aus dem Championship-Play-off-Finale führte, so eine unabhängige Kommission.
Schlussfolgerungen der Kommission
- Eckert räumte ein, dass er “die Beobachtungen speziell autorisiert” hatte.
- Der Einsatz von Junior-Mitarbeitern für Spionage wurde als “besonders bedauerlich” beschrieben.
- Junior-Mitarbeiter standen unter Druck, an Handlungen teilzunehmen, die sie für ethisch falsch hielten.
- Anfangs behauptete Southampton, es seien keine Videoaufnahmen gemacht oder analysiert worden.
- Der Verein argumentierte, dass sie keinen “Wettbewerbsvorteil” aus der Spionage gezogen hätten, was jedoch von der Kommission zurückgewiesen wurde, die feststellte: “Sportlicher Vorteil ist etwas anderes als sportlicher Erfolg.”
- Der ursprünglich verhängte Punktabzug von sechs Punkten wurde aufgrund mildernder Umstände auf vier Punkte reduziert.
Die Kommission stellte fest, dass Southampton am Samstag nicht am Play-off-Finale in Wembley teilnehmen konnte, da es zu einem “ernsthaften Verstoß” gegen die Integrität des Wettbewerbs gekommen war, was zu einem Spiel zwischen Hull und Middlesbrough führte.
Anpassungen des Punktabzugs
Trotz des Ausschlusses wurde der Punktabzug von Southampton für die kommende Saison von sechs auf vier Punkte reduziert, nachdem sie zusätzliche Spionage gegen Ipswich und Oxford zugegeben hatten. Der FA hat ebenfalls eine Untersuchung des Vereins angekündigt.
Details des Spionagevorfalls
Middlesbrough hatte Southampton ursprünglich bei der EFL angezeigt und behauptet, ein Mitarbeiter habe am 7. Mai während einer Trainingseinheit spioniert und damit gegen die Liga-Vorschriften verstoßen. Eckert wurde vermerkt, dass er das Spionieren der Formation von Oxford “autorisiert” hatte und die Erlaubnis gab, Informationen über einen wichtigen Spieler von Middlesbrough zu sammeln.
Absichtliche Versuche, Vorteile zu erlangen
Die unabhängige Kommission erklärte, dass Southampton “absichtlich einen Wettbewerbsvorteil gesucht” habe und ihre Handlungen die Integrität der Play-offs erheblich untergraben hätten. Die Kommission charakterisierte die Spionage als Teil eines absichtlichen Plans, der auf taktischen Gewinn abzielte, und beinhaltete den ausbeuterischen Einsatz von Junior-Mitarbeitern unter der Anleitung von leitenden Angestellten.
Finanzielle Strafen als unzureichend erachtet
Southampton verwies auf die Geldstrafe von Leeds in Höhe von 200.000 £ im Zusammenhang mit einem Spionagevorfall im Jahr 2019; die unabhängige Kommission bemerkte jedoch, dass eine finanzielle Strafe allein “bedeutungslos” wäre. Sie hoben hervor, dass die EFL-Vorschrift 127, die nach “Spygate” eingeführt wurde, das Beobachten von Trainingseinheiten des Gegners ausdrücklich verbietet.
Chronologie der Ereignisse
7. Mai: Middlesbrough reicht eine formelle Beschwerde bei der EFL ein und behauptet, ein Mitarbeiter von Southampton habe vor dem Championship-Play-off-Halbfinale gespäht.
9. Mai: Der Trainer von Boro behauptet, Southampton habe nach einem 0:0 im Hinspiel betrogen.
12. Mai: Southampton wird wegen Verstoßes gegen die EFL-Vorschriften angeklagt; sie bitten um mehr Zeit für eine interne Überprüfung.
13. Mai: Fotos, die angeblich einen Analysten von Southampton in der Nähe des Trainingsgeländes von Middlesbrough zeigen, werden veröffentlicht.
14. Mai: Bekanntgabe der Terminierung der unabhängigen Anhörung.
19. Mai: EFL kündigt den Ausschluss von Southampton aus dem Play-off-Finale an.
20. Mai: Die Berufung von Southampton wird abgelehnt.
21. Mai: Der FA leitet eine Untersuchung gegen Southampton ein, und die Kommission veröffentlicht ihre Ergebnisse.

