Pete Hegseth erntete Kritik für seine Äußerungen zur Einwanderung während einer Rede zum 82. Jahrestag des D-Day in der Normandie, berichtet The Guardian.
Was ist passiert
Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht sich Widerstand von Historikern und Menschenrechtsaktivisten gegenüber, die seine Äußerungen als “groteske Dummheit” bezeichneten. Bei einer Ansprache in Colleville-sur-Mer, Frankreich, am 6. Juni 2026, versuchte Hegseth, aktuelle Einwanderungsprobleme in Europa mit der historischen Bedeutung des D-Day zu verknüpfen, der die Befreiung Europas im Zweiten Weltkrieg würdigte.
Hegseth erklärte: „Leider werden heute verschiedene europäische Strände von unterschiedlichen, gefährlichen Ideologien gestürmt.“ Er forderte die europäischen Führer auf, gegen das vorzugehen, was er als “Invasion” beschrieb. Seine Äußerungen stießen sofort auf Verurteilung in sozialen Medien, wobei der englische Historiker Simon Schama sie als „eine besondere Art von Widerwärtigkeit“ bezeichnete.
Warum es wichtig ist
Die Bemerkungen lösten Empörung aus, da viele der Meinung waren, sie würden das Andenken der Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg kämpften, entehren. Kritiker, darunter der israelische Menschenrechtsanwalt Daniel Seidemann, verurteilten Hegseths Äußerungen als eine “obszöne Entweihung” derjenigen, die die Strände der Normandie stürmten. Der historische Kontext seiner Rede stand in scharfem Kontrast zu seiner politischen Botschaft.
Hintergrund
Am 20. Mai 2026 hatte Hegseths geplanter Besuch in Frankreich bereits eine Debatte ausgelöst, die eine lokale Anwohnervereinigung dazu brachte, die Absage der Veranstaltung aufgrund seiner umstrittenen Ansichten zu fordern. Sie beschrieben ihn als jemanden, der Werte propagiert, die der Demokratie und den Menschenrechten widersprechen.
Weitere Kontroversen entstanden, als der US-Vizepräsident JD Vance Einwanderung im Zusammenhang mit dem Mord an einem britischen Studenten, Henry Nowak, erwähnte. Diese Bemerkung wurde von britischen Beamten zurückgewiesen, die klarstellten, dass der Täter britischer Herkunft war.
Was kommt als Nächstes
In den kommenden Wochen könnten Hegseths Äußerungen und deren Folgen die Diskussionen über die US-Einwanderungspolitik beeinflussen, insbesondere da die Führer beider Länder Gespräche über ihre jeweiligen Einwanderungsherausforderungen führen.

