Damir Davydov wurde laut Meduza durch eine Autobombe außerhalb von Moskau getötet. Der Vorfall ereignete sich am frühen Morgen des 9. Juni 2026 im Stadtteil Aviatorov in Balaschicha und führte zu seinem Tod vor Ort.
Was geschah?
Eine Autobombe explodierte gegen 5:30 Uhr, als Davydov einen Parkplatz in einem BMW X3 verließ. Passanten versuchten, ihm zu helfen, während er noch am Leben war; er erlag jedoch kurz darauf seinen Verletzungen. Das russische föderale Ermittlungskomitee bestätigte die Explosion, gab jedoch nicht den Namen des Opfers bekannt.
Berichte mehrerer Telegram-Kanäle, darunter VChK-OGPU, deuteten darauf hin, dass Davydov das Opfer war. Eine Quelle, die von der unabhängigen russischen Nachrichtenagentur Astra zitiert wurde, erklärte, dass ein improvisierter Sprengsatz unter seinem Fahrzeug platziert worden war. Die russische Wirtschaftszeitung Kommersant schätzte die Sprengkraft auf etwa 500 Gramm TNT.
Davydov, etwa 57 Jahre alt, wuchs in der geschlossenen Stadt Penza-19 auf. Er war mit der russischen Raketenentwicklung verbunden, da sein Vater bei der Start-Produktionsvereinigung arbeitete, die Nuklearraketen herstellte.
Warum es wichtig ist
Die Ermordung eines hochrangigen Verteidigungsbeamten wie Davydov wirft Fragen zur Sicherheit in den obersten Rängen des russischen Militärs auf. Dieses Ereignis unterstreicht die anhaltenden Spannungen um die militärische Führung und könnte Ängste hinsichtlich der Stabilität der russischen Verteidigungsoperationen im anhaltenden Konflikt in der Ukraine verstärken.
Hintergrund
Im April 2025 wurde in derselben Nachbarschaft durch eine ähnliche Autobombe Generalleutnant Jaroslaw Moskalik getötet, was zur Festnahme eines Verdächtigen namens Ignat Kuzin führte. In diesem Fall behaupteten die Behörden, dass der ukrainische Sicherheitsdienst beteiligt war. Kuzin wurde im November 2025 zu lebenslanger Haft verurteilt.
Wie geht es weiter?
Das Ermittlungskomitee hat ein Strafverfahren im Zusammenhang mit der Explosion eingeleitet, jedoch bis zum 9. Juni noch keine Anklage erhoben. Weitere Untersuchungen sollen die Umstände von Davydovs Tod klären.

