Das Casino Le Royal in Chamonix hat am 4. Juni 2026 den Betrieb eingestellt, wie die Stadt Chamonix-Mont-Blanc bekanntgab. Die Schließung erfolgt nach dem Ablauf eines 18-jährigen Vertrags über die öffentliche Dienstleistung, was die Gemeinde dazu veranlasst, die vollständige finanzielle Kontrolle über die historische Spielstätte zu übernehmen.
Was ist passiert
Die Stadt Chamonix-Mont-Blanc hat offiziell das Casino Le Royal geschlossen, was das Ende von fast zwei Jahrzehnten Betrieb markiert. Die Entscheidung, den Betrieb einzustellen, wurde durch das Versäumnis der vorherigen Stadtregierung beeinflusst, die Betriebserlaubnis des Casinos zu verlängern. Infolgedessen wird die Gemeinde die volle finanzielle Verantwortung für das Grundstück übernehmen.
Als Eigentümer seit 2010 übernimmt die Stadt die finanziellen Auswirkungen, die mit dem Ende des Vertrags über die öffentliche Dienstleistung verbunden sind. Dazu gehört die Rückforderung von Vermögenswerten aus dem ursprünglichen Vertrag in Höhe von 260.000 € sowie der Erwerb der verbleibenden Erträge, insbesondere des Restaurantbetriebs, für insgesamt 1,8 Millionen €. Die Stadtbeamten sind bereits dabei, die finanzielle Struktur für diesen Rückkauf zu planen und denken über zukünftige Nutzungen des markanten Standorts nach.
Warum es wichtig ist
Die Schließung des Casino Le Royal stellt einen bedeutenden Wandel in der Innenstadt von Chamonix dar und wirft Fragen unter den Anwohnern bezüglich der Zukunft auf. Die lokale Führung sieht die Schließung nicht nur als Verlust, sondern als Chance, das Stadtzentrum zu revitalisieren und es ruhiger und friedlicher zu gestalten.
Hintergrund
Die Entscheidung des Stadtrats am 20. Mai 2026, keinen Erneuerungsaufruf auszugeben, markierte den Beginn des Endes des Casinos, was zur offiziellen Schließung am 4. Juni führte. Das Casino Le Royal ist seit seiner Errichtung im Jahr 1848 ein historisches Wahrzeichen und diente ursprünglich als Hôtel Le Royal.
Was kommt als Nächstes
Die Gemeinde wird einen Aufruf zur Interessenbekundung starten, um den Restaurantbetrieb während der Planungsphasen aufrechtzuerhalten, sodass die Stadt Mieteinnahmen generieren kann, während sie zukünftige Entwicklungen für das Gelände erkundet.

